Interview mit Thomas von Shirthunters.com

Seit Jahren lese ich immer wieder gern den Blog „Shirthunters.com“ von Thomas um über neue Brands oder eben auch bekannte Brands und ihre neuen Produkte zu erfahren. Soviel Arbeit und Hingabe verdient mehr Aufmerksamkeit, und so ist dieses Interview über Shirthunters.com entstanden.

Vielen Dank schon vorab an Thomas und wenn euch das Thema T-Shirts interessiert, geht keinen Weg an seine Website vorbei – klicke also rein um Shirthunters.com zu besuchen.

Bild oben von Christian Berg: https://instagram.com/christianbergphotography/

Wie ist die Idee mit Shirthunters.de überhaupt entstanden und wann?

Shirthunters.com 😉 Das erste Posting ging im Frühjahr 2009 live, also vor mehr als 6 Jahren. Die Idee für einen Shirtblog gab es aber schon länger. Angefangen hat alles mit einer Linkliste, die ich zunächst nur für mich angelegt hab – mit Links zu kleinen Labels und Shops, die ich gut fand. Irgendwann kam mir der Gedanke, dass es doch ganz schön wäre, das bis dato gesammelte Wissen auch mit anderen zu teilen, die Bock auf Shirts und gutes Design haben. Die Liebe zu Shirts gab es aber schon deutlich früher, ich erinnere mich ganz besonders an ein Shirt, das ich 2000 in einem kleinen Skateshop gekauft hab – in meiner Erinnerung war es ziemlich teuer, um die 50USD, aber ich musste es unbedingt haben (heute hat es einen Ehrenplatz in 2D)

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Bloggen ist harte Arbeit, viele wissen das gar nicht. Wieviel Zeit steckst du in das Vorbereiten und Schreiben der Artikel, Pflege der Seite und den Austausch mit den Brands?

Endlich sagt es jemand 🙂 Das stimmt, wenn man versucht, halbwegs regelmäßig zu bloggen, kommt da einiges an Aufwand zusammen. Mein Blog ist ja immer noch ein (schönes) Hobby, daher blogge ich immer schön nach Feierabend – mindestens eine 3/4-1 h kommt da pro Abend schon zusammen – ich versuche, möglichst viele Infos zusammenzutragen und auch mal hier und da einen Querverweis einzubauen, wenn etwa ein Label popkulturelle Referenzen zitiert. Dazu kommen jeden Abend diverse Mails, die gelesen und beantwortet werden wollen (manchmal mit Verspätung – das tut mir wirklich jedes Mal sehr leid, liebe Labels!

Die „Auswahl“ an Streetwear / T-Shirt Brands ist riesig. Hast Du ein bestimmtes Vorgehen um neue Brands zu finden bzw um sie vorzustellen?

Mein Vorgehen hat sich im Laufe der Zeit ein bisschen gewandelt – stand in der Anfangszeit des Blogs tatsächlich das „Jagen“ (daher Shirthunters) im Vordergrund, so ist der Blog jetzt relativ gut etabliert und ich krieg mehr als genug Vorschläge und Zuschriften von Labels, um den Blog zu füllen. Gejagt wird aber nach wie vor – viel auf Facebook, bei zwei drei internationalen Blog-Kollegen, und natürlich auf den Facebook-Seiten der Labels selbst.

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Was sind Deine Lieblingsmarken und welche neue Brands haben Deiner Meinung nach eine gute Aussicht auf Erfolg?

Wenn ich jetzt 5 nenne, fallen mir morgen früh direkt 10 weitere ein, die ich vergessen habe! Aber, ganz spontan: Degree Clothing, weil sie schön innovativ sind (und außerdem ein Faultier-Shirt haben), Van Dalism mit ihren Brusttaschen-Shirts, die immer eine ganz besondere Story haben und MAMAMA aus Frankreich, die einen Knaller nach dem anderen bringen. Damien Walkens Clan Division gehört zu meinen Lieblingsshirts – beste DIY-Attitüde! Das Soixante Deux-Couple, das so viel Mühe und Arbeit in Verpackung und Shirts steckt ist auch weit oben auf der Liste. Oh, Kumpel SO SO YEAH finde ich heimlich super, auch seine Sachen enttäuschen eigentlich nie und ich mag seine unaufgeregte Art, neue Releases, die meist in Zusammenarbeit mit diversen Künstlern entstehen, ohne großes Tamtam rauszubringen. Aber wie gesagt, ich könnte noch ewig weitermachen – generell bin ich von jedem Label geflasht, bei dem man die Liebe zum Detail und der kleine Auflage merkt, und wirklich spürt, wieviel Schweiß und Arbeit ins Projekt gefloßen ist.

Aussicht auf Erfolg haben natürlich alle, die auf Shirthunters vertreten sind 😉 ich wünsche es ihnen allen, und leide manchmal auch mit, wenn mal ein Label doch schließt, obwohl die Designs und Shirts aus meiner Sicht super waren. Generell hat man aber ganz gute Karten, wenn man ein Konzept hat, eine Linie, die man verfolgt, (und nicht etwa wahllos Motive zusammenstückelt) – eine saubere Webseite und ein übersichtlicher, nutzerfreundlicher Shop helfen auch. Was offenbar auch gut funktioniert, ist, wenn man aufsteigende Musiker als Supporter gewinnt, das gibt natürlich eine gutes Social Media-Echo.

Gibt es aus deiner Erfahrung besondere Entwicklungen in dem Herstellungsprozess- bzw in den Designs, die Du über die letzten Jahre beobachten konntest?

Ich finde es auch nach 6 Jahren immer wieder spannend zu beobachten, wie Trends kommen (und auch wieder gehen) – Batik und Dip-Dye-Shirts waren so ein Trend und natürlich überlange Shirts im Longcut, die dann in einer zweiten Stufe auch noch mit Reißverschlüssen an der Seite versehen wurden – solche Trends poppen zunächst vereinzelt auf und man kann dann richtig dabei zusehen, wie sie von diversen Labels dann übernommen werden.

Eine Zeitlang gab es auch ziemlich viele Pocket-Shirts, T-Shirts mit Brusttaschen – und auch wenn die Taschen ja eigentlich keinen wirklichen Nutzen haben, fand ich sie meist sehr cool. Ansonsten beobachte ich, dass mehr und mehr Labels auf fair hergestellte Stoffe setzen, die gerne auch aus Biobaumwolle sein können (was für mich immer ein Extralob wert ist) – das also generell das Bewusstsein dafür, woher unsere Klamotten kommen und wie sie hergestellt werden ganz langsam wächst. Bis zum Mainstream ist es aber noch ein langer Weg 🙂

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Wie siehst du die Entwicklung in Sachen Bio-Ware und ökologische Herstellung bei  aufstrebenden Brands – ist das ein Muss oder kann man noch mit guten Designs überzeugen?

Wie eben schon erwähnt – ein Muss ist es nicht, ich denke auch, dass ein Großteil der Käufer zunächst auf das Design schaut, dann auf den Preis und mit einem dritten Blick erst danach schaut, ob es Biobaumwolle ist, die eventuell auch noch ein Fair Wear-Label trägt. Diverse Label (die auch mehr werden) zeigen aber ja, dass immer mehr Wert auf nachhaltige Stoffe gesetzt wird – sicherlich nicht zuletzt vor dem Hintergrund von Katastrophen wie Rana Plaza.

Wie sieht es mit Shirthunters in 2016 und weiter – bleibst Du bei T-Shirts oder können wir uns auf neue Kategorien und produkte freuen?

T-Shirts werden natürlich weiterhin die Hauptrolle spielen – sonst müsste ich den Blog ja umbenennen, aber ich werde wie gehabt bzw verstärkt, links und rechts des Shirt-Tellers schauen, und sicherlich ab und zu Schuhe oder Uhren präsentieren – und wenn es passende Gadgets gibt, werden auch diese ihren Platz finden. Ich probiere aber immer wieder auch neue Kategorien aus – zu Crowdfunding wollte ich mehr machen, schließlich entdecken immer mehr Labels diese Art der Finanzierung für sich. Und last but not least wollte ich endlich auch mal eine erste Shirthunters-Kollektion rausbringen – da ich aber nicht zeichnen kann und ich sehr anspruchsvoll bin, was den Künstler angeht, mit dem mein erstes Shirt released werden soll, ist die Suche nach dem passenden Design noch nicht abgeschlossen…

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Dark Circle mit der „Sooncome“ Kollektion

Dark Circle stammt aus der Arbeiterstadt Birmingham und macht mit der neuen „Sooncome“ Kollektion eine gute Figur. Eine gute Mischung aus T-Shirts, Jacken und Snapbacks mit einfachen Designs für sowohl Frauen als auch Männer.

Shoppen könnt ihr direkt im Dark Circle Online-Shop – wir werden es tun!

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Was ist wirklich Streetwear?

Gestern hatte ich mit einem Kollegen ein recht intensives Gespräch über die Verwendung und Notwendigkeit von Schriftzügen und Grafiken bei den vielen Streetwear Marken. Er fand das Ganze komplett übertrieben, es gehe ja nicht mehr um den Schnitt der Kleidung, sondern nur noch um die Marke und irgendwelche „coolen“ Sprüche. Da musste ich schon zustimmen, aber darum geht es ja eigentlich bei den Marke, so stellen sie sich dar und sind für ihre Fans interessant. Hmmm, dachte ich wenigstens aber später während unserer Diskussion war ich schon etwas, sagen wir, durcheinander.

Ich liebe die frechen, großen, bunten und auffälligen Grafiken und dazu die vielen Sprüche, die sich die Designer und Macher der Marken ausdenken um ihre T-Shirts, Blusen, Pullover und alle andere Produkte in ihren Kollektionen zu schmücken. Aber ist eine „einfache“ Bluse oder ein T-Shirt mit einem schicken Schnitt und Farbmuster nicht auch Streetwear? Was ist eigentlich der Unterschied? Da habe ich zum Beispiel die Blusenhier angeschaut und mir vorgestellt, die Damen tragen dazu die neuesten Nike Sneakers oder einen schicken Hut und schon gehören sie zu den Menschen, die Streetwear tragen. Wenigstens aus meiner Sichtweise…

Irgendwann entschieden wir uns – man muss fast aus Verzweiflung sagen – dafür Wikipedia aufzurufen und so schauten wir nach was sie unter Streetwear beschreiben. Und so steht’s drin:

„Streetwear ist die Bezeichnung für bestimmte Arten städtischer, oft eher „jugendlicher“ Freizeitkleidung. Der Begriff wird von der Bekleidungs- oder Lifestyle-Industrie oft als Marketing-Schlagwort verwendet und taucht im deutschen Sprachgebrauch in unterschiedlichen Zusammenhängen manchmal synonym, manchmal auch in Abgrenzung zu verschiedenen ebenfalls der englischen Sprache entlehnten Begriffen wie Skatewear, Sportswear, Clubwear, Street fashion, Urban Wear, Urban Clothing oder Street Style auf. Durch die vielfältige Verwendung fällt eine genaue Definition schwer.“

Na gut, dann sind wir alle aufgeklärt – Streetwear ist nach dieser Definition nicht nur die Verwendung von Schriftzügen und Grafiken auf Kleidungstücken zu beschreiben, es geht um die Wirkung. Man wirkt also jung, voller Leben und eben nicht langweilig und abgedroschen. Das ist Streetwear? Ich bin immer noch nicht so sicher. Man könnte ja auch Esprit Accessoires in den eigenen Look einbringen, die nicht „Skatewear“ oder „Sportwear“ oder noch so einen Begriff vertreten und sehr wohl jung und dynamisch wirken.

Dieses Gespräch muss ich wohl mit weiteren Freunden und Bekannten führen um dahinter zu kommen was Streetwear wirklich ist – für mich bleibt Streetwear einfach die persönliche Auswahl an Kleidung, die auf dem ersten Blick eine Aussage für sich macht ohne daß man mit der Person gesprochen hat. Was wirklich für eine Person drin steckt, ist eine ganz andere Geschichte.

Die VANS OTW Frühlingskollektion in 45 Sekunden

Moin moin! Da wir wieder mal eingeschneit sind, bleiben wir an diesem Montag morgen einfach vor dem Rechner und zeigen euch mit diesem Video die neue 2013 Frühlingskollektion von VANS OTW. 45 Sekunden braucht ihr nur und schon wisst ihr was im Frühjahr angesagt ist.

Zu kaufen gibt es die Kollektion im VANS OTW Online-Shop oder beim VANS OTW Shop deiner Wahl!

Rumlungern mit der FUCT SSDD ‚Armagideon Time‘ Kollektion 2013

Erik Brunetti präsentiert mit seiner FUCT SSDD ‚Armagideon Time‘ Kollektion für 2013 eine Lebenseinstellung. Öffentlich rumhängen, Bier trinken, rauchen und oh nein, sogar in eine Ecke pinkeln – alles Sachen, die in Amerika verpönnt und sogar polizeilich bestraft werden können. Dazu noch lange Haare und einen lockeren Look haben, da kann es schnell sein, dass unser Freund und Helfer sich für einen interessiert.

Auf diese seltsame ‚Verfolgung‘ in den USA basiert diese neue Kollektion, die von Rick Rodney fotografiert wurde. Tolle Hemden finde ich, die man gut mit T-Shirts aller Art kombinieren kann. In den den nächsten Monaten im FUCT Online-Shop erhältlich!


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